Blumenzwiebel zum Verwildern

Blumige Überraschungen, Blumenzwiebel zum Verwildern

Wer hat sie nicht schon bewundert: Im Frühling unmittelbar nach der Schneeschmelze, noch vor das erste Grün erscheint, mit Krokusblüten übersäte Bergwiesen? Und manch ein Blumenliebhaber mag sich denken ob dies wohl auch im eigenen Garten möglich sei?

Winterharte Blumen welche sich über Knollen und Zwiebel vermehren, also staudige Zwiebelgewächse ermöglichen Gartenkreationen welche überraschende und übliche Gartenkonzepte sprengende Aus- und Anblicke im eigenen Garten ermöglichen.

Vor allem der naturnahe Garten eignet sich bestens für die Verwendung dieser Pflanzengruppe. Spannend sind für uns Arten, die sich ohne weitere Fürsorge im Garten halten, die starklebig und dauerhaft sind und sich am besten noch reichlich vermehren. Und hiermit wären wir bei den Kleinblumenzwiebeln.

Standorte sind das zentrale Geheimnis erfolgreicher Zwiebelgärtner, der richtige Platz für ein jede Art. Zwiebelblumen rangieren im weiten Einsatzfeld vom trockenen Wildblumendach bis hin zum feuchten Teichufer oder im lichtscheuen Gebüsch. Winterlinge, alle Anemonenarten und etwa auch Lerchensporn wachsen erst dann richtig gut, wenn eine dünne Humusauflage sie begünstigt. Das Gros der Arten bevorzugt frische oder feuchte Plätze im Frühling und trockene bis sehr trockene, durchlässige Standorte im Sommer. Nur ein paar Arten vertragen wirkliche Staunässe: Märzenbecher, Frühlingsknotenblume und Schachbrettblume. Nahezu alle Zwiebeln stehen in enger Lebensgemeinschaft mit Stauden und Gehölzen.

Gepflanzt wird irgendwann zwischen September und November, bei frostfreiem Boden. Je früher dies erfolgt, umso besser, weil so die Wurzeln noch antreiben können. Die Pflanztiefe entspricht etwa der doppelten Zwiebelhöhe, nur Wildnarzissen (15cm tief) und Wildtulpen (20 cm) kommen sehr weit in den Boden. Zum Verwildern sollte man stets eine größere Anzahl von Zwiebeln ausbringen, nur dann stellt sich der beabsichtigte Effekt in zumutbarer Zeit ein. Bei sehr schweren (lehmigen, wasserstauenden) Böden kann man die bepflanzte Fläche durch Beigabe von Splitt oder Sand großzügig aufbereiten. Für Rohbodenpflanzungen empfiehlt sich die Beigabe organischer Dünger oder von gutem Kompost. Sorgfältiges Pflanzen benötigt Zeit, die sich gewiss auszahlt.

Im Grunde sind Wildpflanzenliebhaber ideale Zwiebelgärtner. Das weit verbreitete Unkraut hacken oder Rindenmulchen ist ihre Stärke nicht, und nichts hassen Zwiebelblumen mehr als dieses. Zwiebeln honorieren eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit natürlichen Prozessen durch freudige Vermehrung. Falls sie wie der Elfenkrokus im Blumenrasen wachsen sollen, darf erst gemäht werden, wenn die Blätter eingezogen sind, sind die Blätter doch die Voraussetzung dafür dass die Pflanze gut mit Assimilaten versorgt in die sommerliche Ruhephase gehen kann. Wird dies nicht berücksichtigt kann sich die Zwiebel, welche der Pflanze als Nährstoffdepot dient, nicht entwickeln und die Pflanze degeneriert. Knollen und Zwiebel sind parktisch der Vorratskeller der Pflanze zum Überdauern der Ruhephase und die Voraussetzung für einen vitalen Neubeginn des künftigen Wachstums.

Die Kunst der Verwilderung besteht darin, den Pflanzen so gute Lebensbedingungen zu bieten, dass sie sich aus eigener Kraft über viele Jahre hinweg am selben Standort halten können. Im Idealfall breiten sie sich dann sogar aus. Geeignete Standorte im eigenen Garten können eine Wiese, bzw. Teile davon, oder Gartenecken am Rande von Gehölzen, aber auch pflegeextensive Staudenpflanzungen mit spät austreibenden Stauden sein, wo sich die Zwiebeln über viele Jahre hinweg ungestört vermehren können.

Einige zum Verwildern besonders geeignete Blumenzwiebeln:

Krokusse vermehren sich auf leichteren, durchlässigen Böden sehr schnell durch Brutzwiebeln und Samen. Sie verwildern rasch und können so im Laufe der Zeit bunte Krokuswiesen bilden. Crocus tommasinianus, der Elfen-Krokus, ist eher feuchtigkeitsliebend, blüht zeitig und sät sich leicht aus. Er ist ein perfekter Verwilderungs- und Blühpartner für Schneeglöckchen.

Robust und zuverlässig sind der blauweiße Schneeglanz und das Blausternchen. Schon nach wenigen Jahren entstehen aus den Samen blühfähige Pflanzen, die auch Wiesen besiedeln und sich gegen die Konkurrenz der Gräser durchsetzen. 

Die anspruchslosen Traubenhyazinthen wie z. B. Muscari armeniacum, Muscari azureum oder Muscari latifolium sind sehr gut zur Verwilderung geeignet und säen sich üppig aus. Sie lieben Licht und Wärme und durchlässigen Boden und eignen sich, um blaue Bänder oder "Seen" zu pflanzen. Bereits nach wenigen Jahren tauchen sie an den überraschendsten Stellen auf.

Auf humusreichen, frischen Böden im Halbschatten fühlt sich die Hundszahn- oder Forellenlilie besonders wohl. Sie ist eine stilvolle Ergänzung zu austreibenden Hosta und schmückt frühlingshelle Schattenbeete. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht ist ein schöner Blühpartner.

Die meisten Narzissen eigen sich zum Verwildern, auch auf Wiesen. Nährstoffreicher, humoser, im Frühjahr feuchter Boden bietet ideale Voraussetzungen. Sie sollten so gepflanzt werden, dass sie die meiste Zeit des Jahres ausreichend Sonne bekommen und vermehren sich mit der Zeit über Tochterzwiebeln. So können im Laufe der Jahre prachtvolle Narzissenwiesen entstehen.

Probleme gibt es vorwiegend bei den Tulpen. Tulpen sind Steppenpflanzen, sie brauchen trockene, warme Standorte und einen durchlässigen Boden. Tulpen an nassen Standorten bekommen Pilze, faulen einfach weg.

Zur Verwilderung eignen sich vor allem Wild-Tulpen, die auch botanische Tulpen genannt werden. Wie alle ausdauernden Blumenzwiebel wollen auchTulpen ungestört an ihrem Platz verbleiben und vermehren sich dort über Brutzwiebeln und Samen.

Besonders gut eignet sich das Hasenglöckchen, das englische Bluebell, zur Verwilderung. Es passt an den Gehölzrand, unter Bäume, aber auch in die Blumenwiese. Durch Brutzwiebeln und Samen verbreitet es sich sehr leicht. Sehr schön wirkt das Hasenglöckchen als Partner zu Rhododendron.

Die Schachbrettblume ist eine geschützte heimische Wildpflanze für feuchte bis sumpfige Standorte und Wiesen. Am geeigneten Standort breitet sich diese besonders schöne Art durch Samen willig aus.Allium, Zier-Lauch, versamt sich großzügig und kann so im Laufe der Jahre durch Verwilderung größere Bestände bilden. Die Blühwirkung ist überwältigend.

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